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Der Windenpapst
beim DGC
Horst
Barthelmes verbessert die Performance im Windenschlepp
”Es gibt nichts Praktischeres als eine gute
Theorie”, das wusste schon Immanuel Kant. Aber dass die Theorie richtig Spaß
machen kann, davon hat der nichts gesagt. Und doch stimmt es. Zumindest, wenn
Horst Barthelmes, der Schlepp-Beauftragte des DHV aus dem Nähkästchen
plaudert.
Der DGC Siebengebirge hatte den
”Schlepp-Papst” am 16. und 17. März zu einem Winden-Seminar ins Wiedtal
eingeladen und schnell hatte sich diese Chance auch bei den Nachbarvereinen
herumgesprochen. Allein zur Theorie am Freitag Abend waren knapp zwanzig Piloten
aus drei benachbarten Vereinen zusammengekommen. Sie haben es nicht bereut.
Neben spannenden Infos über das Fliegen an der Winde war es vor allem die
unerschöpfliche Erfahrung von Horst, die den Abend so faszinierend machte. Es
gab keine Frage, zu der Horst nicht den Horizont der Piloten deutlich erweitert
hat.
Tags darauf ging es ins Gelände.
Die Siebengebirgler hatten dazu den Segelflugplatz Eudenbach aus dem
Winterschlaf geholt und der zeigte sich zunächst von seiner windigen Seite. Die
zweite Landung fand deshalb auch unfreiwillig im benachbarten Militär-Depot
statt. Die Soldaten begrüßten den Piloten mit einem dreifachen ”Mahlzeit”
und der Pförtner wollte vor dem Verlassen des eingezäunten Geländes wissen,
wie der junge Mann hier eigentlich hereingekommen sei. Eine Beichte mit rotem
Kopf war fällig.
Doch dann ließ der Wind nach
und alle, auch die mit den langsameren Schirmen, konnten starten. Horst nahm
jeden Start auf Video auf und kommentierte sorgfältig und ohne erhobenen
Zeigefinger. Es gab viel zu lernen. Zum Beispiel, dass der Startleiter dafür
verantwortlich ist, dass der Pilot die Beingurte zu hat – sonst darf er nämlich
das Kommando ”Pilot eingehängt” nicht weiter geben. Oder, wie der
Windenfahrer einen Piloten im Sackflug erkennt und ihn unter Zug vorsichtig zur
Erde zurückholt. Die üblichen Manöver ”Gas weg” oder gar ”Seil
kappen” sind nämlich Gift beim Sackflug in Bodennähe.
Was auch für viele eine neue
Erfahrung war: Sie verstehen jetzt, wie ihre Winde funktioniert. Das weiß sonst
meistens nur der Windenwart und auch der nicht so genau. Horst hat das alles
sehr einleuchtend erklärt und bei der Gelegenheit gleich die Winde gecheckt.
Jetzt darf sie wieder zwei Jahre Dienst tun. So gab es dann nur zufriedene
Gesichter am Sonntag Abend. Und keinen, der seine Performance beim Starten an
der Winde nicht verbessert hätte.
Danke Horst !!
Hier einige Bilder:
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