DGC Siebengebirge e.V.   

Paratech-Testival

Home
Nach oben

 

Gelungene Gemeinschaftsproduktion

Über 80 Piloten kamen zum Paratech-Testival

Der Fußballplatz beim Gasthof "Burg Bischofstein" glich einem Zeltplatz: Wohnwagen, Camping-Busse und Zelte waren im großen Halbrund aufgestellt und boten einen bunten Anblick.

Noch bunter war es 300 Meter weiter am Startplatz. Auf der flachen Wiese hoch über der Mosel lagen über zwanzig Gleitschirme von Paratech zum Testen bereit. Nach Größen und Typen sortiert, verschnürt im Packsack, warteten sie auf die Testpiloten. Jetzt konnte es endlich los gehen.

Lange mussten wir wegen des Wetters bangen. Der erste Termin Mitte Juni fiel einem fetten Tief zum Opfer. Aber auch beim Nachholtermin Ende Juni gab nur ein Zwischenhoch zur Hoffnung Anlass. Doch alles passte. Als Lucian, der DGC-Wettermann, am Mittwoch Abend grünes Licht gab, konnte die Organisationsmaschine anlaufen.

Am Samstag lachte die Sonne vom Himmel. Schon bald bildeten sich schöne Thermikwolken. Sie sahen besser aus, als sie waren. Sie ließen zwar längere Flüge zu, ermöglichten aber niemandem, bis an die Basis zu fliegen. Der Stimmung tat das keinen Abbruch. Die Doppeltrommel-Winde der Rhein-Mosel-Lahner lief ohne Unterbrechung. Peter Johe und Friedel Hohl leisteten als Windenführer ganze Arbeit.

Paratech: hohes Sicherheitsniveau

Von Paratech war Vertriebschef Wolfgang Lang gekommen und hatte Uwe Bernholz, den Konstruktionsleiter, mit gebracht. Die zwei – beide gebürtige Deutsche – beantworteten in ihrer unaufgeregten, schweizerischen Art alle Fragen und eroberten schnell die Sympathien der Flieger. Wolfgang Lang, der seit über zehn Jahren nicht mehr an der Winde gestartet war, riskierte gegen Abend einen Windenstart und bewies damit eindrucksvoll, dass seine Produkte auch weniger geübten Windenstartern eine echte Chance geben. "Ich habe keinen Start gesehen, der irgendwie gefährlich aussah", lobte Wolfgang das fliegerische Niveau der anwesenden Piloten.

Nachdem abends die letzten Piloten aus der Winde gestartet waren, kamen die Motorschirme vom benachbarten UL-Platz und landeten erst wieder, als die ersten Steaks auf dem Grill fertig waren.

Ingos Meisterstück

Ingo Dietrich, DGCs neu gewählter Lustwart, setzte sich mit dem gelungenen Grillfest am Abend selbst ein Denkmal. Mit rund sechzig Teilnehmern war es das größte Fest, das der DGC je erlebt hat. Ingo hatte an alles gedacht. Strom aus dem Generator sorgte für gekühltes Bier und erhellte die bunte Lichterkette, die die Startwiese mit ihren Tischen und Bänken in einen Biergarten verwandelte. Als das erste 50-Liter-Fass leer war, hörte man Ingo raunen: "Donnerwetter, die saufen ganz schön. Das hätte ich nicht gedacht, dass die das Fass so schnell leer kriegen." Aber Ingo hatte immer noch ein Ass im Ärmel. Als auch das zweite Fass leer war, gab es noch einen Kasten Kölsch, als der leer war, kam der Wein auf den Tisch und schließlich kramte Ingo auch noch eine Flasche Schnaps aus dem Fundus. Keiner war mehr nüchtern, als die letzten weit nach Mitternacht in die Zelte torkelten.

Der Sonntag zeigte sich zunächst bedeckt. In der Nacht war eine kleine Front durch gezogen, die zum Glück nur wenig Regen gebracht hatte. Der Wind war schwach, aber immer wieder fielen aus dem bewölkten Himmel einige Regentropfen. Das wurde auch durch ein ausgedehntes Frühstück im Gasthof Bischofstein nicht besser. Die meisten Piloten packten jetzt ihre Zelte und machten sich auf den Heimweg. Auch Paratech sammelte alle Schirme wieder ein und machte sich auf die Rückreise in den fernen Alpstein – nicht ohne die Zusage, beim RML-Sommerfest in Burgen/Lasserg wieder mit dabei zu sein.

Parawaiting lohnte sich

Belohnt wurden dann die Parawaiter. Kurz nach eins riss der Himmel auf und machte einem wunderbaren, sonnigen Nachmittag Platz. Das war auch gut so, denn inzwischen war das regionale Fernsehen eingetrudelt und drehte einen Beitrag über das Fliegen in Lasserg. Das Drehteam bekam einige gelungene Starts und Landungen zu sehen und konnte ein Interview mit Holger Kiesewetter, dem stellvertretenden Sportwart der Rhein-Mosel-Lahner führen. Detlev Kunkler gelang sogar ein Mini-Streckenflug Moselabwärts und wieder zurück

"Geiles Wochenende"

Besonderer Dank gilt den Organisatoren, allen voran Manfred Reick, der den Transport mit dem Boot über die Mosel organisierte und für den Zeltplatz und das Frühstück sorgte. Peter Wihl hat seinen Bus für den Transport zum Startplatz zur Verfügung gestellt und uns sein Stromaggregat geliehen, sodass wir sogar in der Pampa auf keinen Komfort verzichten mussten.

Es war eine rund um gelungene Veranstaltung, die wir in ähnlicher Form auch mit anderen Schirmherstellern wiederholen wollen. Das Echo der anwesenden Piloten war ebenfalls überwiegend positiv. Oder, um mit Norbert Klemm zu sprechen: "Es war ein geiles Wochenende."

Hartmut Schlegel

 

 

 

 

 

 

Home ] Nach oben ]

Copyright © 2002-2008 DGC-Siebengebirge e.V.
Stand: 15. Januar 2005